Die romanische Kirche Peter und Paul ist das Wahrzeichen von Algertshausen. Durch seine exponierte Lage auf der Anhöhe am steilen Westrand des Paartals ist der Sakralbau weithin sichtbar. Das wohlproportionierte Kirchlein aus dem ersten Viertel des 13. Jahrhunderts schmücken an der Nordseite und am Ostgiebel eindrucksvolle Bogenfriese. In der Gotik bekam der Bau zudem einen kleinen Turm aufgesetzt. Es ist gut möglich, dass die Errichtung der Kirche nur durch den Einsatz des Domherrn und späteren Augsburger Bischof Siegfried IV. († 1288) von Algishusen möglich war. Siegfried entstammte dem Ortsadel, der im Bereich der heutigen Hofstelle des „alten Bauern“ unmittelbar unterhalb der Kirche seinen Sitz hatte. Männer aus Algertshausen waren ab dem 12. Jahrhundert Zeugen bei Beurkundungen des Klosters St. Ulrich und Afra. Familienangehörige finden sich im Augsburger Domkapitel. Schon 1230 stieg Heinrich von Algishusen zum Domherr mit richterlichen Befugnissen auf.

Wolfgang Brandner (von links), Vorsitzender des Aichacher Heimatvereins, überreichte Kirchenpflegerin Marion Anderl, Stadtpfarrer Herbert Gugler und Pfarrgemeinderatsvorsitzendem Josef Dussmann, einen Scheck in Höhe von 1000 Euro zu Gunsten der Renovierung der historischen St. Peter und-Paul-Kirche in Algertshausen. Brandner betonte dabei die Bedeutung der wohl ältesten Kirche im Paartal für das gesamte Wittelsbacher Land. Stadtpfarrer Gugler bedankte sich für die großzügige Spende und betonte den großen Wunsch, in diesem Jahr die Begehbarkeit der Kirche in der Nähe des Bahnhofs wieder herstellen zu können.
Foto: Thomas Anderl